Reiseapotheke für Senioren

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"Wenn einer eine Reise tut …" dann kann er nicht nur hinterher was erzählen, sondern sollte vor allem sich vorher gut ausrüsten, insbesondere die Reiseapotheke betreffend.

Als Grundausstattung empfehlen wir folgenden Inhalt:
  • Sonnenschutz. Da die ältere Haut eher trocken, weniger widerstandsfähig und deshalb entsprechend pflegebedürftig ist, sollte man sich, abhängig von Hauttyp und Reiseziel, eher für einen "Sonnenschutzfaktor mit Sicherheitsmarge" entscheiden – mehr ist hier tatsächlich mehr. Rechtzeitiges Auftragen (etwa eine halbe Stunde vor der Besonnung) verhindert Hautschäden. Ein (Sonnen-)Hut tut ebenfalls gut (ansonsten muss bei schütterem Haar auch die Kopfhaut eingecremt werden).
  • Stützstrümpfe. Bei längeren Auto- und Busfahren, sowieso bei Flugreisen, können Stauungen in den Beinen auftreten (Thrombosegefahr), zumal nicht immer Gelegenheit für Bewegungseinheiten zwischendurch gegeben ist. So oft wie möglich die Wadenmuskulatur zu aktivieren (im Wechsel, das funktioniert auch im Sitzen, die Fußspitzen und die Fersen der auf dem Boden stehenden Füße heben und senken) unterstützt ebenfalls den Rücktransport des Blutes.
  • Mineralstoffe. Aus unterschiedlichen Gründen kann es im Urlaub zu einem Mineralstoffmangel kommen – bei einer Durchfallerkrankung etwa oder durch ungewohnte Anstrengung unter ungewöhnlichen (Wetter-)Bedingungen (bei Muskelkater/-krämpfen beispielsweise hilft Magnesium).
  • Was den Magen-Darm-Trakt betrifft: Sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung sollte man medikamentös gewappnet sein. Abhängig von den hygienischen Bedingungen am Urlaubsort kann es ratsam sein, Obst und Gemüse zu schälen und auf Eiswürfel in Getränken zu verzichten.
  • Pflanzliche Kreislauftropfen, die unterwegs leicht dosiert und eingenommen werden können, können Herz und Kreislauf bei anstrengenden, ungewohnten Belastungen unterstützen.
  • Insektenschutz. Gegen alles, was da "kreucht und fleucht" gibt es so genannte Repellents – die halten uns die ungebetenen Gäste vom Leib. Ein kühles, abschwellendes Gel hilft im Falle eines Stichs.
  • Auch an Pflaster und antiseptische Wundsalbe sollte man denken.
  • So selbstverständlich, dass sie oft vergessen werden: (Kopf-)Schmerztabletten und Erkältungsmittel – Klimaanlagen führen nicht selten dazu, dass diese zum Einsatz kommen.
Unverzichtbar sind außerdem die persönlich benötigten Medikamente; hiervon sollte man ausreichend mit sich führen. Im Zweifelsfall/beim Vorliegen von chronischen Erkrankungen oder Allergien ist es ratsam, sich mit dem Hausarzt über das Reisevorhaben zu beraten.
Der Impfausweis muss ebenfalls mit, außerdem ein Mittel zur Haut- und eines zur Flächendesinfektion (beides gibt es reisegerecht in Form von Tüchern oder in Fläschchen), ausreichend Mund-Nasen-Schutz-Masken und sicherheitshalber Corona-Selbsttests.

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